Haarausfall – Psychologische Aspekte


Haare – Haarausfall – androgenetische Alopezie – Glatze – Männerglatze – Psychologie – psychologische Aspekte des Haarausfalls beim Mann

Kurz und bündig
Psychologische Aspekte des Haarausfalls beim Mann
© PD Dr. Ronald Henss

Unzählige Zeugnisse aus Literatur, Geschichte, Völkerkunde, Archäologie und anderen Wissenschaftszweigen belegen, dass das Haar zu allen Zeiten und in allen Kulturen eine herausragende Rolle gespielt hat. Auf der Seite der Männer steht seit alters her der Kampf gegen die Glatze im Vordergrund. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Gerade heute, wo die äußere Erscheinung auch für Männer eine zunehmend wichtigere Rolle spielt, stellt der Verlust des Haupthaares für viele Betroffene eine große Belastung dar.

Die Männer reagieren zwar durchaus unterschiedlich, aber es gibt kaum jemanden, dem der Verlust des Haupthaars völlig gleichgültig ist. Viele Betroffene berichten über negative Erfahrungen im privaten und beruflichen Umfeld. Umfangreiche Untersuchungen zeigen ein breites Spektrum psychischer Probleme, Sorgen und Ängste, die mit dem Verlust des Haares einhergehen, wie zum Beispiel: das Gefühl, weniger attraktiv zu sein, weniger Chancen beim anderen Geschlecht zu haben, im sozialen und im beruflichen Umfeld benachteiligt zu sein, höhere Selbstaufmerksamkeit, geringeres Selbstvertrauen, verringertes Selbstwertgefühl, emotionale und soziale Verunsicherung, sozialer Rückzug. Wenngleich der Grad der Belastung je nach Persönlichkeitsstruktur und sozialem Umfeld sehr unterschiedlich sein kann, ist für viele Männer die Glatze mit erheblichem psychischem Stress und einem hohen Leidensdruck verbunden.

Der Ausgangspunkt der psychologischen Probleme ist wohl vor allem die Befürchtung, dass ein kahles Haupt in den Augen der Mitmenschen ein negatives Image erzeugt. Die psychologische Forschung hat in zahlreichen Untersuchungen gezeigt, dass diese Sorge keineswegs unbegründet ist. Mit Glatze sieht ein Mann nicht nur um mehrere Jahre älter aus, Glatzenträger erscheinen in den Augen ihrer Mitmenschen auch deutlich weniger attraktiv, und zwar insbesondere im Hinblick auf die sexuelle Attraktivität. Man hält sie für spießiger, konservativer, weniger modebewusst und man traut ihnen geringere Chancen beim anderen Geschlecht zu. Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Glatzenträger sowohl im privaten wie auch im beruflichen Bereich benachteiligt sein können.

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